Wirtschaftsbetriebe in Hamburg-Veddel

Das älteste ansässige Unternehmen in der Veddel ist die Aurubis AG. Aurubis ist ein weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen. In Hamburg befindet sich der größte Standort des Unternehmens mit rund 2000 Mitarbeitern. Der im Jahr 1866 als Norddeutsche Affinerie AG gegründete Standort zählt heute zu den modernsten und umweltfreundlichsten Kupferhütten der Welt.

Die Firma Delfi Cocoa Europe produziert seit 2007 auf der Veddel Kakaobutter, Kakaokuchen sowie Vorprodukte für Nougatcreme oder Schokolade. Die Produktionsstätte in Hamburg-Veddel ist eine hochmoderne Anlage für Kakaoverarbeitung, die jährlich über 110.000 Tonnen Kakaobohnen in hochwertige Kakaoprodukte verarbeitet. Die Hamburger Fabrik beschäftigt derzeit rund 200 Menschen.

Die Veddeler Fischgaststätte wurde 1932 gegründet. Nachdem das Lokal durch einen Bombenangriff im Jahre 1943 zerstört wurde, wird der Betrieb in einem erweiterten Hilfsbau weitergeführt. Die Veddeler Fischgaststätte steht als älteste Fischgaststätte Hamburgs unter Denkmalschutz. Die Gaststätte ist in ihrer Ursprünglichkeit unverändert. Das äußere Erscheinungsbild und die Innenausstattung sind im 50er-Jahre-Stil. Das historische Wirtshaus ist bei den Gästen wegen des einzigartigen Speisenangebots und der hohen Qualität sehr beliebt. Das Kultlokal serviert orginal Backfischfilets mit Kartoffelsalat.

Metallbau in Veddel

Verkehrsanbindung von Hamburg-Veddel

Die Veddel ist sowohl für den Straßenverkehr als auch für den Schienenverkehr von großer Bedeutung. Zwischen Veddel und Rothenburgsort bzw. Hammerbrook überqueren drei unmittelbar nebeneinanderliegende Brücken die Norderelbe.

Die Bundesautobahn 1 führt bereits seit 1963 über die Norderelbbrücke. Sie wurde mehrfach erweitert und dient heute dem Fernverkehr zum Hamburger Hauptbahnhof, dem S-Bahn Verkehr und dem Güterverkehr. Über die Schrägseilbrücke mit einem Überbau wird der Straßenverkehr auf drei Fahrspuren pro Richtung über die Norderelbe geführt. Da die Brücke diverse Schäden aufweist, ist für 2030 ein Neubau geplant. Die Fahrbahnen werden auf vier Fahrstreifen pro Fahrtrichtung und zusätzliche Standstreifen erweitert. Auch einen Radweg wird die neue Brücke enthalten.

Die Eisenbahnelbbrücken befinden sich direkt parallel zur Straßenbrücke. Hamburg beschloss 1866 den Bau der Eisenbahnbrücke über die Elbe, um Hamburg an das Eisenbahnnetz anzuschließen. Von 1868 bis 1872 wurde die erste Norderelbbrücke für die Eisenbahn von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft errichtet.

Im Jahr 1957 wurden die Elbbrücken abgerissen und in den folgenden drei Jahren bis 1960 wieder aufgebaut. An die Straßenbrücke wurde an beiden Seiten eine moderne Brücke aus Fachwerkbalken angebaut. Der alte Brückenteil, den früher die Straßenbahn genutzt hat, dient heute als Busspur. Ein paar Meter neben dieser Brücke wurde eine parallel laufende Brücke mit zwei Gleisen für die Harburger S-Bahn gebaut, die 1980 in Betrieb genommen wurde.

Elbbrücke